Fårö
Sehenswürdigkeiten: Langhammars, Digerhuvud, Ullahau, Helgumannens Fischerhütten.

Fårö ist noch anders als das restliche Gotland, auch wenn die Überfahrt
gerade einmal 5 Minuten dauert. Auf Fårö ist die Landschaft noch
ein bisschen karger, der Sand noch etwas feinkörniger, die Sprache noch
ein wenig melodischer.
Kleine Ackerflächen, großzügige Weiden und Wälder, mittendrin
scheinbar zufällig verstreute Gehöfte und Siedlungen prägen
Fårös Kulturlandschaft. Zahlreiche Schafställe und Wohnhäuser
verfügen noch heute über ein typisches Schilfgrasdach.
Der
wohl bekannteste Bewohner der Insel Fårö ist ohne Zweifel
Ingmar Bergman. Fragt man einen Einheimischen nach dem Bergman’schen
Wohnhaus, wird es vermutlich keine Antwort geben. Oder der Fåröer
schickt Sie in die verkehrte Richtung. Einer von Schwedens berühmtesten
Söhnen
hat auf Fårö seine Ruhe gefunden. Jeden Sommer lockt die Bergman-Woche
zahlreiche Stars und Sternchen der Filmwelt nach Fårö.
Im September
findet die Fårönatta, die Fårönacht, statt.
Ganz Fårö ist wach und betriebsam. Restaurants, Geschäfte
und Bäckereien haben geöffnet, im Leuchtturm finden Führungen
statt, und vieles mehr erwartet den Besucher in dieser dunklen Herbstnacht.
Einmal pro Sommer treffen sich die gotländischen Studenten der Universität
Uppsala auf Fårö zum sogenannten „täckating“.
Die Studenten kommen, um eines der zahlreichen Schilfgrasdächer neu zu
decken oder auszubessern. Selbstverständlich wird hier nicht nur gearbeitet,
sondern auch ausgiebig gefeiert und gespeist. Hier gilt die alte Regel:
ist ein Dach neu gedeckt, wird ein Fest gefeiert.
Im Bereich Langhammars konnte
sich die Natur seit dem 17. Jahrhundert frei und ungestört entfalten. Lediglich ein kleiner Weg führt zu den
alten Fischerhütten von Helgumannen. Diese Hütten gehörten
zum wichtigsten Fischerlager der Inselbewohner. Heute stehen noch 15 Hütten.
Digerhuvud ist
das größte Raukargebiet. Hier steht eine Vielzahl
der eindrucksvollen Raukar, die tausendfach auf Postkarten und Fotos verewigt
sind. Die Wärme der Mittagssonne lässt die Felsen im Frühling
und Sommer ganz warm werden. Im Winter funkeln sie unter einer bizarren
Eisschicht in der Sonne. Der Herbst peitscht
hohe Gischtwogen gegen die Felswände. Ein beeindruckendes Naturschauspiel!
In
der Gegend von Lauters liegen alte Kalkbrüche, prähistorische
Ackerflächen und Siedlungsreste aus längst vergangenen Zeiten. Ullahau ist
eine ehemals frei treibende Wanderdüne im nördlichen Teil der
Insel. Heutzutage wird der Sand durch angepflanzten Kiefernwald gebunden.
Im Sommer ist Ullahau ein fantastischer Buddelkasten für Kinder, im Winter
entstehen dort die besten Rodelpisten auf ganz Fårö.
Die alte Eiche
bei Ava ist eine Sehenswürdigkeit für sich, ebenso
wie der Strand im Nordosten Fårös. Das Naturreservat Skalasand liegt
unmittelbar südlich des Leuchtturmes. Zwischen Leuchtturm und Skär
liegt Norsta Auren, ein langer Sandstrand, der gar nicht
so leicht zu finden ist. Der Strand verändert jedes Jahr sein Gesicht,
da Wind und Wetter hier besonders gnadenlos walten.
Sudersand ist der größte und bestbesuchte Strand auf Fårö.
Der Strand ist besonders kinderfreundlich, da es hier sehr flach ins Wasser
geht. Hier gibt es einen Campingplatz, Hütten können ganzjährig
gemietet werden, und Restaurants bieten ein reichhaltiges Angebot. Südlich
von Sudersand gibt es viele kleine Buchten und Fischerhüttenlager, die
sich entlang der Ostküste schlängeln.
Auch der Strand bei Ekeviken im
nördlichen Teil Fårös besticht
durch seine wilde Schönheit und lädt zum ausgelassenen Ostseebad.
Unmittelbar
hinter dem kleinen Fährhafen führt ein Weg nach Westen
in Richtung Ryssnäset. Auch hier ist die Landschaft
karg und vom Meereswind geformt und geprägt. In unmittelbarer Umgebung von Ryssnäs befindet
sich der Englische Friedhof, ein Cholerafriedhof aus den Tagen des Krimkrieges,
in denen die englische Flotte in Fårösund stationiert war.
Rund 40 km nördlich von Fårö befindet sich der Nationalpark Gotska
Sandön. mehr
Informationen zu Gotska Sandön gibt es hier.
