Informationen über Gotland

Östliches Gotland – Sonnenaufgang und Strände
Die Spitze des Grogarnsberges ist in der klaren Winternacht das Tor zum weiten Sternenhimmel. Der Streifzug um die Fischerhütten von Grynge macht die laue Sommernacht zum Abenteuer. Der Natternkopf heißt auf Schwedisch Blaufeuer. Seine Blüte verwandelt die Halbinsel Sysne in ein prunkvolles Feuerwerk der Pflanzenwelt.

Das östliche Gotland ist das Land der aufgehenden Sonne. Hier steigt die Sonne aus dem Meer empor, zieht über den Tag am gotländischen Himmel ihre Bahn, um dann am Abend dem westlichen Gotland einen spektakulären Untergang zu bescheren … jeden Tag aufs Neue. Sie schaffen beides an einem Tag!


Ortschaften: Katthammarsvik, Ljugarn.
Sehenswürdigkeiten: Norrlanda open-air museum, Folhammar sea-stacks, Närsholmen, Stavgard.
Badestellen: Åminne, Sandviken, Ljugarn, Lausviken, Herte.


Ortschaften im östlichen Gotland
Ljugarn ist Gotlands ältester Badeort. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ort von Mitgliedern des Königshauses und anderen adligen Zeitgenossen entdeckt. Bis heute existiert das damalige Badepensionat. In Ljugarn gibt es mehrere Restaurants, Lebensmittelgeschäfte und andere Dienstleister.

Katthammarsvik ist bis zum heutigen Tag geprägt durch die Kalkherstellung im 18. und 19. Jahrhundert. Katthamra und Borgvik sind alte Kalkhöfe aus dieser Zeit und bieten heute Platz für Gruppen sowie Konferenzen. Ein unbedingtes Muss ist der Besuch von Wallins Café. Eingerichtet im Stil der 50er Jahre verwöhnt es den Besucher mit leckerem Backwerk und guter Musik. Weitere Restaurants und Geschäfte heißen Sie Herzlich Willkommen.

Kultur und Geschichte im östlichen Gotland
Hinter dem Norrlanda Freilichtmuseum im kleinen Ort Fjäle verbirgt sich ein traditionelles Gehöft aus dem 18. Jahrhundert. Münzfunde deuten darauf hin, dass der Hof bereits in der Mitte der römischen Eisenzeit (0 – 400 n. Chr.) von Menschen betrieben wurde. Südlich von der Alaer Dorfkirche ist der Weg nach Fjäle von der Straße 143 her ausgeschildert.

Im östlichen Gotland liegt die größte prähistorische Verteidigungsanlage des Nordens, Torsburgen. Angeblich wurde die Anlage von Menschen errichtet, die auf Grund von Überbevölkerung und Hungersnot zum Verlassen der Insel verurteilt wurden. Die Anlage ist von der Straße 146 her ausgeschildert. Auf weiten Flächen sind die Spuren des großen Waldbrandes von 1992 noch sichtbar. .

Der Sage nach war Tjelvar der erste Bewohner Gotlands. Man erzählt sich, dass er auf dem Tjelder Hof in Boge lebte und hier unter der 18 m langen Schiffssetzung begraben liegt. In unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere prähistorische Plätze, ein kleines Gräberfeld sowie einige einzelne Steinsetzungen. Das Gebiet ist von der Straße 146 in Boge ausgeschildert.

Die Fischerhütten von Grynge stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hier befinden sich auch Reste von zwei so genannten "överensfyrar" aus Stein, offene Feuerstellen, die die Boote sicher an der Küste entlang führen sollten.

Am zweiten Juliwochenende versammeln sich alle gotländischen Sportler in Stånga. Dann finden die traditionellen Stångaspiele statt – der Gutakamp beinhaltet Disziplinen wie Baumstammweitwerfen, Steinschleudern und Pärk.

Zahlreiche Kunsthandwerker laden im östlichen Gotland in ihre Werkstätten und Ateliers ein. Alskog, Garda, Etelhem, Lye und Norrlanda sind nur einige der Gemeinden, in denen Keramiker, Bildhauer und andere Künstler nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen.

Facettenreiche Naturlandschaften im östlichen Teil Gotlands
Durch die Gemeinde Gothem schlängelt sich der Gothems-Bach durch große und mächtige Waldgebiete und mündet in der Bucht von Åminne ins Meer. Auf dem Kalksteinplateau bei Gothammar wachsen zahlreiche seltene Orchideen.

Große Teile der östlichen Küste sind flach mit Ausnahme des Grogarnsberges bei Östergarn und Gammelgarn. Der Berg ist bei Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen ein beliebtes Ausflugsziel.

Der verschlungene Küstenweg zur Spitze der Halbinsel Sysne in Östergarn ist einen Abstecher wert. Den sommerlichen Wegrand zieren blau blühende Natternköpfe, von den Schweden „Blaufeuer“ genannt.

Unmittelbar nördlich von Ljugarn befindet sich Gotlands zweitgrößtes Raukargebiet. Über sechs Meter ragen die urzeitlichen Steinformationen in den Himmel empor

In Lau und När liegen kleine Fischersiedlungen entlang der Küste wie an einer Perlenkette aufgereiht. Die flache Halbinsel Närsholmen gleicht einer Savannenlandschaft und ist ein spannendes Ausflugsziel mit reicher Vogel- und Pflanzenwelt. Am äußersten Ende der Halbinsel steht der alte Leuchtturm.

Weiter südlich liegt Burs mit einem feinen Sandstrand bei Herte und einer kleinen Fischersiedlung. In Burs befinden sich zahlreiche Museen. Hier ist der Besuch des Stavar-Hofes ein Muss. Die prähistorische Hofanlage wurde rekonstruiert, nachdem Schulkinder 1975 den Schatz von Stavar in einem Kaninchenbau gefunden hatten.



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