SCHMACKHAFTES GOTLAND

Die Kunst, die Form und das Design

Ende des 18. Jahrhunderts sollten der Ringwall und die Ruinen in Visby versteigert werden. Die Mauer war nichts als ein großes Hindernis, fanden die damaligen Machthaber. Doch niemand machte ein Angebot. Stattdessen kamen die Künstler und Dichter der Romantik, erkannten ihre Schönheit und beschrieben sie. Die Kunst und die Erzählungen verbreiteten sich und damit war ein Reiseziel geboren. Das Interesse veranlasste den Staat, die Stadtmauer und Ruinen von Visby unter Naturschutz zu stellen, weshalb in überschaubarer Zeit eine Auktion wohl nicht mehr zu denken ist.
Formguide Gotland ist ein hervorragender Kunstführer über gotländische Künstler, Formgeber und Kunsthandwerker.

Bis zum heutigen tag sammeln sich die Künstler, Formgeber und Poeten auf Gotland. Hier gibt es das ganz besondere Licht, von dem so viel gesprochen wird. Hier gibt es die Ruhe, die zu neuem Schaffen anregt.

Und auch heute noch verbreiten sich Kunst und Formgebung weit über die Grenzen von Gotland hinaus. Als die Schwedische Botschaft – House of Sweden – 2006 in Washington eingeweiht wurde, gab es dort einen eigenen Room for Gotland. In Einrichtungsprogrammen im Fernsehen werden oft stilechte Möbel aus massivem Holz, Lammfell und Beton gezeigt. Natürlich aus Gotland.

Gotländisches Design ist wie Gotland selbst. Karg und schlicht in den Farben der Natur und aus natürlichem Material.

Holz, Wolle und Stein. Oder Glas, Beton, Textil, Metall und Keramik? Oder alles zusammen? Gotländische Kunsthandwerker beherrschen die meisten Materialien. Ja, sogar Stacheldraht! Viele Kunsthandwerker zeigen und verkaufen ihre Erzeugnisse auf dem eigenem Hof, anderen begegnet man in Galerien oder Ausstellungen.
Offene Ateliers
Eine ganz besondere Kunstrunde sind die Offenen Ateliers zu Pfingsten. Dann öffnen Gotlands Künstler, Kunsthandwerker und Formgeber der Öffentlichkeit ihre Ateliers. In diesem Jahr werden dann auf der Insel insgesamt 97 Türen offen stehen. Lesen Sie mehr unter www.oppna-ateljeer.se
Hübsche Dinge selber schaffen

Eigenhändig hergestellte Dinge haben ihren besonderen Reiz. Man spürt, wie das Material in den Händen Form gewinnt.

Im Langska Huset, in reizvoller Lage über dem Hafen von Visby, bietet der Kunstgewerbeverein Kurse an. Anfertigung von Körben aus Haselstrauchzweigen, alte Hausanstrichtechniken, Knüpfen und Stricken sind nur einige Beispiele für Eigenaktivitäten im Langska Huset. http://www.hemslojd.org/gotland

„Regenbogenfarben mit Baumwolle und Leinen”, „Wolle mit Haut und Haaren”. Mit diesen Rubriken lockt uns das Ateljé Huskroken. Huskroken liegt am Meer in Ronehamn im südöstlichen Gotland. Lesen Sie mehr unter www.huskroken.com

Wenn Sie sich an das etwas härtere Material Kalkstein heranwagen wollen, können Sie sich zum Bildhauerkurs bei Formgeberin Cecilia Carléns anmelden. Inbegriffen sind Unterkunft auf dem alten Gotlandshof Bläsnungs in Väskinde, Ausflug zu Steinbruch und Steinindustrie und ein echtes gotländisches Fest mit köstlich gegrilltem Lamm. Lesen Sie mehr unter http://www.ceciliacarlen.net

info@gotland.info
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