Informationen über Gotland

Südliches Gotland – lebendiges Landleben und facettenreiche Natur
Lange Feldsteinmauern oder Stainvastar, wie sie von den Gotländern genannt werden, winden sich durch die Landschaft und prägen sie. Die strahlend weißen Kalksteinhäuser mit ihren blauen, grünen oder roten Holzfenstern stehen scheinbar wahllos verstreut in der Heidelandschaft. Von einigen Stellen ist das mächtige Meer nach beiden Seiten zu sehen - sowohl im Osten als auch im Westen. Die Gotländer bezeichnen den südlichen Teil ihrer Insel als „den Süden“. Das gilt für den Bereich zwischen Hemse und Havdhem. Fahren Sie noch weiter südlich, kommen Sie in „den Großen Süden“.


Ortschaften: Hemse, Havdhem, Burgsvik, Ronehamn
Sehenswürdigkeiten: Gotlandsrussen (Gotlandpony) auf der Lojsta-Heide, Bottarve, Hoburgen, Museum Lars Jonsson, Naturum Gotland.
Badestellen: Holmhällar, Nisseviken, Burgsvik.


Ortschaften im südlichen Gotland
Hemse verfügt über eine Einkaufsstraße mit verschiedenen Butiken und anderen Kleingeschäften sowie mehreren Einkaufszentren. Hier befindet sich auch die Volkshochschule mit verschiedenen Ausbildungszweigen. Hemse ist die „Metropole“ des Südens!

Havdhem und Burgsvik verfügen über zahlreiche Geschäfte und Serviceeinrichtungen. Jeden Samstag im Juli werden auf dem Markt in Burgsvik gotländische Waren und Produkte zum Kauf angeboten.

Kultur und Geschichte im südlichen Gotland
Im Sommer herrscht lebendiges und anschauliches Treiben auf dem mittelalterlichen Kattlunds-Hof in Grötlingbo. Der Hof ist benannt nach seinem bekannten Besitzer Botulf Kattlund. Im 15. Jahrhundert war Kattlund Richter im Eke Ting, der mittelalterlichen Volks- und Gerichtsversammlung.

Petesgården in Hablingbo ist ein Museumshof und eingerichtet im Stil des späten 18. Jahrhunderts. Wie Menschen damals lebten, liebten und arbeiteten, wird hier anschaulich dargestellt.

Das Freilichtmuseum Bottarve in Vamlingbo ist ein typischer Bauernhof aus der Zeit des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Im Sommer wird der Hof bewirtschaftet und belebt von Frauen und Männern aus längst vergangenen Zeiten. Ihr Besuch wird zur Zeitreise!

Ein Ausflug auf die Halbinsel Näsudden zeigt, wie sich Landschaft durch Windkraftanlagen verändert. Heute surren hier knapp 100 Windräder und erzeugen Strom.

Das Pfarrhaus in Vamlingbo beherbergt zwei Museen. Eine der Ausstellungen ist dem weltberühmten Vogelzeichner Lars Jonsson gewidmet. Die zweite befindet sich in einer großen Scheune und heißt „Naturum Gotland“. Sie bringt dem Besucher die atemberaubende Natur der Insel nahe und erklärt ihre Einzigartigkeit.

In Kettelviken, nördlich vom Hoburgsgubben, befindet sich das Steinmuseum. Hier erfahren Sie alles über die Arbeiten in einem Sandsteinbruch. Hier wurden unendlich viele Schleifsteine hergestellt. Die Arbeiten in diesem Steinbruch wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt. Allerdings existiert heute noch eine Kalk- und Steinfabrik in Burgsvik mit rund 10 Angestellten.

Uggarde rojr in Rone ist Gotlands größtes bronzezeitliches Steingrab mit einem Durchmesser von 45m und einer Höhe von 8m. In der näheren Umgebung befinden sich 7 weitere Gräber. Fahren Sie von Rone aus in Richtung Ronehamn und folgen Sie der Ausschilderung „Uggarde rojr”.

Das alte Schulgehöft in Rone ist durch das Engagement einiger kreativer Lehrer in weiten Teilen Schwedens bekannt geworden. Mit Geldern aus dem staatlichen Erbenfonds konnte ein spannendes Schulmilieu geschaffen werden, in dem schulische und spielerische Elemente mit gotländischer Kultur verknüpft werden. Weiterhin verfügt Rone über einen aktiven Sportverein, Rone GoIK. Am ersten Samstag im August werden hier jährlich die Weltmeisterschaften im Kubb ausgetragen.

Wunderschöne Natur im südlichen Gotland
Im Vergleich zum kargen Norden ist die Natur hier wesentlich üppiger und saftiger. Der Boden ist mit Sandstein durchsetzt und weit fruchtbarer. Mächtige Laubbäume bestimmen das Landschaftsbild. Der Sandstein war für lange Zeit ein sehr bedeutsames Exportgut. Die Schlösser Drottningholm, Riddarhuset und das Stockholmer Stadtschloss sind nur einige Beispiele für Bauwerke, die mit Sandstein aus Burgsvik errichtet wurden.

Auf der Lojsta-Heide weidet das Gotlandpony (Gotlandsruss), Schwedens einzige noch lebende einheimische Pferderasse. Die mehr oder weniger wild lebenden Pferde ziehen weit verstreut über ein großes Gebiet. Es ist also nicht ganz sicher, dass Sie die Pferde zu Gesicht bekommen. Wenn Sie die gesamte Herde sehen wollen, dann kommen Sie zur Russprämierung, die jedes Jahr Ende Juli stattfindet. Auf der Lojsta_Heide befindet sich mit 83,6m Gotlands höchste Erhebung.

Auf der Sonnenwiese (Solsänget) in Levide befinden sich die Überreste von 10 Gebäuden, die vermutlich zu drei bis vier Höfen aus der Zeit der Völkerwanderung gehörten. Solsänget ist zentraler Platz in den Romanen der gotländischen Autorin Anna-Kajsa Hallgard.

Skär ist eine alte Fischersiedlung in Öja. Die Hütten stehen in Reih und Glied und erstrecken sich bis zum Strand. Die Schafe weiden hier zwischen blau blühenden Natternköpfen und farbenfrohen Orchideen.

Die Halbinsel Näsudden hat mehr zu bieten als den Windkraftpark. Näsudden verfügt über eine artenreiche Vogelwelt. Unmittelbar vorgelagert liegen die drei Inseln Flisen, Storgrunn und Lillgrunn.

Bei Hoburgen an der südlichsten Spitze der Insel ist die Straße plötzlich zu Ende. Hier blickt der berühmte Hoburgsgubbe weit auf das Meer hinaus. Der Hoburgsgubbe ist ein Fels, der dem Gesicht eines uralten Mannes ähnelt. Folgen Sie dem Strand weiter in Richtung Osten, dann folgt auf die kleine Halbinsel die Flisviken Bucht. Wenn Sie nun auf dem Barshagenudd stehen, befinden Sie sich auf dem südlichsten Punkt der Insel Gotland.



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