Nördliches Gotland – karge Klippen in magischem Licht
Die Landschaft im nördlichen Teil Gotlands ist karg. Schneeweiße Schotterwege, lang gestreckte Kieselstrände und steile Klippen bestimmen das Bild. Die Steinindustrie hat sowohl die Landschaft als auch das Leben der Menschen hier geprägt.
Sehenswürdigkeiten: die Grotten von Lummelunda, Bläse Kalkbruchmuseum, Freilichtmuseum Bunge, die Jungfrau von Lickershamn (Raukar)
Badestellen: Slite, Valleviken, Bungeviken, Ihreviken, Bäste träsk, Tingstäde träsk.

Lärbro befindet sich zentral im Landesinneren. Hier gibt es einen Lebensmittelladen, ein Gesundheitszentrum und ein Museum.
Fårösund befindet sich im äußersten Norden der Hauptinsel und hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Anfang 2000 wurde das Militärregiment KA3 abgezogen und viele rechneten mit dem Niedergang des Ortes. Doch es kam ganz anders. Auf dem alten Militärgelände gibt es heute Filmstudios, Sportanlagen, eine Volkshochschule und eine Anzahl von Kleinbetrieben. Entlang der Küste entstehen Wohnhäuser, und die alte Festung beherbergt inzwischen ein Exklusiv-Hotel.
Nach weiteren 5 Kilometern gelangen Sie zum Krusmyntagården, einem gotländischen Kräutergarten direkt an der Steilküste. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Grotte von Lummelunda, einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Grotte ist bekannt durch ihre bizarren Tropfsteinformationen. Im Laufe der Jahrtausende haben unterirdische Wasserströme ein kilometerlanges Höhlensystem erschaffen. Krusmyntagården und die Grotte von Lummelunda sind von der Straße 149 an ausgeschildert.
Eines der meistgesungenen Lieder „Den blomstertid nu kommer” wurde auf Gotland geschrieben. Jahrein, jahraus wird an den Schulen mit diesem Lied das Schuljahr beendet. Will man ganz genau sein, entstand es in der Nähe von Lärbro, an der Quelle von Hänger. Bis heute sprudelt das kühle Wasser aus der Quelle. Ein Schild von der Straße 149 weist den Weg. Ganz in der Nähe befinden sich die Überreste der Kirche von Gann. Schon im 16. Jahrhundert wurde diese Kirche verlassen. Heute ist es ein zauberhafter Platz.
Glaubt man der alten Sage, so betrat der norwegische König Olof Haraldsson um das Jahr 1000 in der Gegend des heutigen St. Olofsholm, in der Gemeinde Hellvi, die Insel Gotland. Sein Anliegen war es, den Gotländern den christlichen Glauben nahe zu bringen. Zu Ehren des später heilig gesprochenen Olof wurde eine Kirche gebaut, deren Überreste heute noch vorhanden sind.
Im Norden Gotlands befinden sich zahlreiche interessante Museen, die Auskunft über das Leben der Menschen, ihren Alltag, ihre Musik, ihre Bräuche und Eigenarten geben. Ein Besuch lohnt sich und bringt Ihnen das Inselvölkchen näher!
Das Museum von Bungen (Bungemuseet) befindet sich unmittelbar südlich von Fårösund, und zeigt das Leben der Fischer, Bauern und Köhler in der Zeit zwischen dem 17. und beginnenden 20. Jahrhundert.
Groddagården in Fleringe ist ein gut erhaltener Spielmannshof. Der alte Spielmann Grodde-Ole hat hier im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft betrieben. Das Kalkbruchmuseum von Bläse zeigt die Geschichte des Kalkabbaus auf Gotland. Hier rumpeln die Loren immer noch durch den Kalkbruch, allerdings werden keine Steine mehr transportiert. Dafür lässt sich der Kalkbruch für die Besucher am besten aus der Lore erfahren. Das Gehöft in Boge ist ein typisch gotländischer Küstenhof aus der Zeit des frühen 19. Jahrhunderts mit Gebäuden, Kräutergarten und einer wunderschönen Wiese.
Hoch über dem Fischerdörfchen Lickershamn thront
die Jungfrau, Gotlands am höchsten gelegener Rauk. Von hier aus eröffnet
sich ein fantastischer Blick auf die Klippen von Ihreviken und Häftings.
Ihreviken besitzt einen Badestrand, der auch von Gotländern gern besucht
wird.
Einen weiteren Platz mit atemberaubendem Blick auf das Meer bietet das
kleine Fischerdörfchen Hallshuk in der Gemeinde Hall.
Bei klarem Wetter sind die Raukar am Digerhuvud auf Fårö zu sehen.
Hallshuk ist von der Straße 149 südlich von Kappelshamn ausgeschildert.
Entlang der Steilküste und dem Ufer von Sigsarve kriechen
krüpplige
Kiefern am Boden entlang. Die Stille wird vom ständigen Rauschen der
Wellen umrahmt. Hier findet sich schnell ein eigenes Plätzchen. Nur wenige
verlassen die Steilküste ohne einen schönen Stein in der Hosentasche.
Falholmen ist
eine kleine Insel und liegt außerhalb von Ar. Bei
Niedrigwasser kann man dort hinwaten. Svarvnäset in Fleringe liegt
zwischen Ar und Bläse. Die offene Landschaft mit ihren Felsen und Steinhaufen erinnert
an die Prärie. In einer Sommernacht werden Sie die Sonne kaum untergehen
sehen. Bevor sie am Horizont verschwindet, kündigt sich im Osten schon
wieder der neue Tag an.
Wenn Sie in Rute sind, machen Sie einen Abstecher über die Straße
148 in Richtung Bläse. In Bläse angekommen halten Sie sich nördlich
in Richtung Svarvnäset. Sie befinden sich auf dem Weg zur Halbinsel Furillen.
Die lang gestreckte Landzunge ist die einzige Landverbindung zwischen Halbinsel
und Gotland. Mit dem Fahrrad lassen sich abgelegene Badebuchten und Aussichtspunkte
entdecken. Selbst hier wurde im vergangenen Jahrhundert Kalk abgebaut.
Heute wachsen Walderdbeeren und bunte Sommerblumen in dem alten Kalksteinbruch.
Die alte Fabrik beherbergt ein weltberühmtes Hotel.
In Nordgotland gibt
es mehrere Seen. Sowohl Tingstäde als auch Bäste
träsk besitzen eine schöne Badestelle, und das Wasser ist hier häufig
wärmer als im Meer. Im Niedrigwasserbereich von Lärbro nisten
Kraniche.
Bei Valleviken in Rute sprudelt das Bade- und Bootsvergnügen. Hier befinden
sich Yachthafen, Badestrand, Restaurants und Ferienhäuser.
